Details: Germaine de Stael

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Germaine de Stael


Die Tochter des Genfers Jacques Necker, dem französischen Finanzminister, war das Zentrum der „Group de Coppet“, einer Gruppe von Schriftstellern. In dieser Gruppe trafen sich Benjamin Constant, Victor de Broglie, Jean-Charles Léonard Sismondi und Germaine’s Sohn Auguste regelmässig. Zunächst erwies sich die Gruppe hauptsächlich als Opposition zu Napoleon, begann sich aber vermehrt am Kampf gegen den Sklavenhandel zu engagieren. Germaine de Stael stand in Kontakt mit dem englischen Abolitionist William Wilberforce und übersetzte 1814 seine Broschüre über den Sklavenhandel auf Französisch. Stael’s Engagement richtete sich eher gegen den Sklavenhandel als an die Sklaverei an sich. Dies zeigte sich unter anderem in ihrem Appell an die Regierungsversammlung in Paris 1814. Darin lobte sie England für den Schritt zur Aufhebung des unmenschlichen Sklavenhandels. Gleichzeitig distanziert sie sich nicht ausdrücklich von der Sklaverei. So bringt sie als Argument für die Aufhebung des Sklavenhandel, die kontinuierliche Prosperität der englischen Kolonien Englands nach der Abolition des Handels , da sich die Sklaven gut weitervermehrten und daher die nötigen Arbeiten erledigen. Ihr Sohn Auguste (1790-1827) führte das Engagement für die Abolition weiter.

Zeitraum: 1766-1817

Herkunft: Genf (GE)

Wo und wie tätig: Frankreich und Schweiz, Schweiz | Abolitionist

Als was tätig: Abolitionistin

Quellen:

Sylvie Streckeisen. La place de Genève dans le commerce avec les amérique. In: Musée d’ethnographie, Mémoires d’esclaves. Genève 1997, S.45-55

Thomas David, Bouda Etemad und Janick Marina Schaufelbuehl. Schwarze Geschäfte – Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. Und 19. Jahrhundert. Zürich 2005, S.130





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