Details: Montet, Henry & Cie.

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Montet, Henry & Cie.


Die Firma „J. Montet, Henry & Cie.“ wurde von den Neuenburger Abraham Henry und seinem Schwiegervater Jacques Montet geführt. Sie verdiente ihr Geld mit Auslandsinvestitionen - unter anderem in Sklavenschiffe - und im Überseehandel generell. Zwischen 1774 und 1790 führte die Firma Sklavenexpeditionen durch. Diese wurden zwischen 1787 und 1790 von Bordeaux aus durchgeführt. Auf zwei der Fahrten wurden 296 Sklaven in Afrika eingetauscht, wovon 33 auf der Überfahrt verstarben. Für die Ausrüstung ihrer Expeditionen bezogen sie unter anderen Stoff von der in Bordeaux ansässigen Firma „Porchet & Cie.“, welche von einem Neuenburger gegründet wurde. „Porchet & Cie.“ war spezialisiert auf die Produktion von „guinées bleus“, einer Art von Indiennes, welche besonderes Anklang im Sklavenhandel fand. Später wurde die Firm in Montet, Henry et Bellamy umbenannt. Bellamy war ein Mischling, der auf St. Domingue geboren wurde und ab 1763 im Briefkontakt mit Montet stand. 1791 wurde „Montet, Henry et Bellamy“ liquidiert und Bellamy führte das Geschäft unter dem Namen „Bellamy et Compagnie“ weiter.

Zeitraum:

Herkunft: Übrige Schweiz

Wo und wie tätig: Bordeaux (Frankreich), Frankreich | Handel, Bank- und Kreditgeschäfte

Als was tätig: Handel Bank- und Kreditgeschäfte

Quellen:

David Thomay / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina. Schwarze Geschäfte- Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert. Zürich 2005, S.27

Saugera Eric. Bordeaux, port négrier. Chronologie, économie, idéologie. Biarritz 1995.

Gilles Forster. Les indiennes de traite: une contribution neuchâteloise à l’essor de l’économie atlantique. In: Crettaz-Stürzel et al. Sa Majesté en Suisse. Neuchâtel 2013. S-270-277



Weitere Informationen:

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