Details: Peschier Henri und Jean

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Peschier Henri und Jean


Die Hugenotten Familie Peschier stammte ursprünglich aus Südfrankreich und kam um 1700 als Flüchtlinge nach Genf. 1762 liess sich Jean Peschier (1735-) in Grenada nieder. Sein Bruder Henri folgte ihm wenig später mit seiner Frau Celeste Rose de Beltgens. Gemeinsam besassen die Brüder die 192 englische Acres grosse Plantage „Good Chance“ mit mindestens 80 Sklaven. Die Plantage mussten sie jedoch mit einer Hypothek belegen, um ihren Bruder, den Genfer Apotheker Charles-Antoine zurückzubezahlen. Dieser hatte ihnen Geld geliehen für „l’aquit de divers lettres de change, pour le payment de la traite des nègres achetès pour travailler à la plantation...“ (Streckeisen 1997:35). Von Jean Peschier verlaufen sich die Spuren in Grenada. Henri Peschier landete 1781 gemeinsam mit seiner Familie und acht Sklaven in Port-of-Spain, Trinidad. Er beantragte beim Spanischen Gouverneur Land und bekam 1782 179 Acres Land, welches er durch Sklavenarbeit zur Zuckerplantage „Paradise Estate“ machte. Nach dem Tod von Henri Peschier blieb die Plantage im Besitz der Wittwe. Als Celeste Rose 1815 verstarb, verkauften die Nachkommen das Land an den Gouverneur. Lediglich der kleine Privatfriedhof der Peschiers blieb in Familienbesitz.

Zeitraum: 18. Jahrhundert

Herkunft: Genf (GE)

Wo und wie tätig: Grenada und Trinidad, Karibik | Sklavenhalter

Als was tätig: Plantagenbesitzer, Sklavenhalter

Quellen:

Lüthy Herbert, La banque protestante en France de la Révocation de l’Edit de Nantes à la Révolution, Zürich 2005, Band 2, S. 125.

Streckeisen Sylvie, La Place de Genève dans le Commerce avec les Amériques aux XVIIe et XVIIIe siècles, in: Mémoires d'esclaves, Musée d'ethnographie, Genève 1997, S. 35.

Keifel Agostini. Queens Park Savannah: Save Our Savannah. In: Sunday Express, 21. September 1997





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