Details: Pelloutier, Bourcard & Cie. (Firma)

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Pelloutier, Bourcard & Cie. (Firma)


„Pelloutier, Bourcard & Cie.“ entstand aus der Firma „Kuster & Pelloutier“. Kuster hatte die Firma verlassen und der ehemalige Kommis Benoît Bourcard wurde zum Geschäftspartner von Hans-Ulrich Pelloutier. Die Firma hatte enge Geschäftsbeziehungen zu den Burckhardtschen Firmen in Basel, von denen sie Indiennes bezog. Zu „Pelloutier, Bourcard & Cie.“ gehörte auch eine eigene Indienne-Manufaktur in Nantes. Hauptsächlich aber wurde Handel mit Kolonialwaren aus den französischen Kolonien und Nordamerika nach Nordeuropa betrieben. 1785 zum Beispiel kaufte die Firma 58 Bariques Rohrzucker von dem aus Saint-Domingue kommenden Schiff „Hercule“. Spätestens seit den 1780er Jahren betätigten sie sich auch als Reeder, unter anderem des Sklavenschiffs „Le comte de Tréville“ mit Ziel Goldküste und Saint-Domingue, welches 1784 und 1785 noch einmal auslief. Dafür lieferten sie auch einen Teil der Ausrüstung, darunter Indiennes und Kaurismuscheln. Nach dem Tod von Hans-Ulrich Pelloutier 1789 übernahm dessen Sohn Ulric Auguste (1768-1818) seinen Anteil. Ab 1793 schien das Geschäft mit den Antillen immer schlechter zu laufen und Bourcard zog sich vermutlich aus der Firma zurück. Ulrich Auguste Pelloutier führte das Handelshaus und die Reederei weiter und übergab sie 1818 bei seinem Tod seinem Sohn. Die Indienne-Manufaktur wurde 1802 an „Favre, Petitpierre & Cie.“ verkauft.

Zeitraum: 1777 - 1796 (Firma)

Herkunft: Basel Stadt (BS)

Wo und wie tätig: Nantes (Frankreich), Frankreich | Handel, Indienneure

Als was tätig: Händler, Indienneure, Reeder von Sklavenschiffen

Quellen:

David Thomas / Etemad Bouda / Schaufelbuehl Janick Marina, Schwarze Geschäfte. Die Beteiligung von Schweizern an Sklaverei und Sklavenhandel im 18. und 19. Jahrhundert, Zürich 2005, S. 26.

Denzel Markus A. (Hg.), Der Preiskurant des Handelshauses Pelloutier & Cie. aus Nantes (1763-1793), Stuttgart 1997, S. 27-41.







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