Details: Hottinger (Hottinguer) Jean (Hans) Conrad

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Hottinger (Hottinguer) Jean (Hans) Conrad


Jean Conrad Hottinger wurde in eine Indienne-Fabrik in Mulhouse in die Lehre geschickt, danach zu einer Bank in Paris. 1786 eröffnete er auf Betreiben von „Usteri, Ott, Escher & Cie.“ die Bank „Rougemont, Hottinger & Cie.“, zusammen mit Denis de Rougemont. 1790 musste sie aus finanziellen Gründen schliessen. Hottinger öffnete daraufhin eine eigene Bank, die „Hottinguer & Cie.“. Vor dem Bankrott flüchtete er in die USA, zusammen mit Heinrich Escher, der in der Pariser Filiale gearbeitet hatte. Er heiratete eine amerikanische Pflanzertochter und spekulierte in den USA mit Boden. 1798 kehrte er nach Paris zurück und wiederbelebte sein Geschäft, das ab 1800 schlicht Hottinger genannt wurde. Nebst Bankgeschäften in Paris importierte er in Le Havre bereits seit 1786 in immer grösserem Stil Baumwolle und exportierte Indiennes, dies dank seinen neuen Geschäftsbeziehungen in die USA. „Hottinguer & Cie.“ besass finanzielle Anteile an den Sklavenschiffen „Conquérant“ und „Roy d’Angole“, welche 1791 vom Reeder „Mangon Laforest & Cie.“ in Le Havre ausgerüstet wurden. Beide Schiffe starteten von Le Harve und kauften Sklaven in Malembo, dem heutigen Angola und brachte diese nach Havanna (Kuba), respektive Port-au-Prince (Haiti). Dabei wurden 977 Sklaven verschleppt, wovon 861 die Überfahrt überlebten. Auf der „Conquérant“ waren 66,2% der Sklaven Männer, 21,3% Frauen, 6,9% Knaben und 5,5% Mädchen. 1833 vererbte Hottinger die Firma seinem Sohn Jean-Henri (1803-1866).

Zeitraum: 1764 - 1841

Herkunft: Zürich (ZH)

Wo und wie tätig: Paris (Frankreich), Frankreich | Bank- und Kreditgeschäfte, Handel

Als was tätig: Bank- und Kreditgeschäfte, Kolonialwarenhändler

Quellen:

Bodmer Walter, Die Entwicklung der schweizerischen Textilwirtschaft im Rahmen der übrigen Industrien und Wirtschaftszweige, Zürich 1960, S. 248.

Delobette Edouard, Ces Messieurs du Havre. Negociants, commissionnaires et armateurs de 1680 a 1830, Doctorat de l’Université de Caen, Caen 2005, S. 1291.

Stettler Niklaus / Haenger Peter / Labhardt Robert, Baumwolle, Sklaven und Kredite. Die Basler Welthandelsfirma Christoph Burckhardt & Cie. in revolutionärer Zeit (1789-1815), Basel 2004.



Weitere Informationen:

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